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  • Whatsapp: Vorsicht vor neuer Betrugsmasche


    Zur Zeit warnt das LKA Niedersachsen erneut vor einer altbekannten Methode: Nutzer erhalten eine Nachricht über den Messenger-Dienst WhatsApp. Nicht selten kommt die Mitteilung nicht von einer unbekannten Nummer, sondern direkt aus der eigenen Kontaktliste.

    In der Nachricht heißt es, dem Landeskriminalamt Niedersachsen zufolge, der Absender habe versehentlich einen sechsstelligen Code an den Empfänger verschickt und benötige diesen dringend zurück. Selbst auf Nachfrage erhalte der WhatsApp-User dann eine schlüssige Erklärung, wofür der vermeintliche Bekannte die Zahlenfolge benötige.

    Lesen Sie HIER den ganzen Artikel der Polizei/LKA.

    Dringende Empfehlung: Wenn Sie solche Nachrichten erhalten, sind Sie in den meisten Fällen bereits kompromittiert. Dann ist es am besten – wenn nicht bereits geschehen – sofort eine Zweifaktor-Authentifizierung für die WhatsApp einzurichten. Diese findet man in den WhatsApp-Einstellungen, Account, Verifizierung in zwei Schritten. Dort muss zunächst eine selbstgewählte 6-stellige PIN (nicht die aus der SMS und diese PIN niemals weitergeben!!) vergeben werden. Im Anschluss kann man noch eine Mail-Erreichbarkeit für alle Fälle hinterlegen.

    Weitere Empfehlung: Bitte achten Sie peinlich genau darauf, wem sie welche Daten anvertrauen. Passwörter, Pin-Codes gibt man nicht an Dritte weiter und Telefonnummern anderer Personen/Kontakte gibt man nicht einfach jedem ungefragt weiter!


  • Neue Frist für WhatsApp-Nutzer?


    Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) hat (bereits am 11. Mai 2021) eine Anordnung erlassen, die der Facebook Ireland Ltd. verbietet, personenbezogene Daten von WhatsApp-Nutzern zu verarbeiten, soweit dies zu eigenen Zwecken erfolgt.
    Wie in dem Erlass zu lesen steht, ist dieser per sofort gültig und wurde auf Basis der EU-Verordnung DSGVO angeordnet.
    Diese Anordnung gilt zunächst für einen Zeitraum von DREI Monaten, in dem aber zusätzlich noch der europäische Datenschutzausschuss (EDSA) zu dem Fall hinzu gezogen werden soll, um eine gesamteuropäische Lösung für diese Datenschutzverletzung zu erzielen.

    „Die Anordnung soll die Rechte und Freiheiten der vielen Millionen Nutzerinnen und Nutzer sichern, die deutschlandweit ihre Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen geben. Es gilt, Nachteile und Schäden, die mit einem derartigen Black-Box-Verfahren verbunden sind, zu verhindern“, so Johannes Caspar.
    Dass die Zustimmung für die Datenweitergabe (bedingt durch die mit der Nichtzustimmung einhergehenden Einschränkungen der APP) nicht freiwillig sei, ist einer der Hauptkritikpunkte des Datenschützers.

    Eigentlich wollte WhatsApp die neuen AGB bereits zum 8. Februar einführen. Aufgrund internationaler Proteste wurde der Start dann allerdings auf den 15. Mai 2021 verlegt. Es hieß, dass Nutzer-Konten eingeschränkt würden, räumt den Nutzern nun jedoch eine weitere Frist ein. „Ein paar Wochen“ nach dem 15. Mai könne man WhatsApp auch ohne Zustimmung weiterhin nutzen. Danach würden den Nutzern nach und nach die Funktionen entzogen, wenn man den neuen AGB nicht zustimmt, heißt es nun.


  • Signal, der freie Messenger

    Messenger gibt es viele. Es gibt den Facebook Messenger, es gibt die WhatsApp und wie sie alle heißen. Und eben bei der WhatsApp hat sich etwas geändert, dass ICH, als jemand, dessen Schutz vor Datenklau, Werbung und irrelevanten Einblendungen im Internet mir persönlich als sehr wichtig erscheint. Denn mit der Zustimmung zur geänderten AGB der WhatsApp (vom 15.05.2021), stimmt man der Weitergabe seiner Daten an Firmen zu, die sich mit dem Erhalt von privaten Daten Werbung auf Facebook, sowie anderen Plattformen im Internet massgeschneiderte Werbung für Zielgruppen erstellen und verbreiten und somit Millionen schäffeln.

    Die WhatsApp sammelt nämlich zahlreiche Nutzerdaten wie die Telefonnummer, den Anzeigenamen, den Geburtstag und das Profilbild. Außerdem betreibt der Messenger sogenanntes Profiling: Er kennt Sender und Empfänger sowie Ort und Zeitpunkt einer Nachricht. Allein mit diesen Infos ergibt sich ein umfangreiches Bild über den Nutzer.

    Wer sieht schon gerne irrelevante Werbung, wenn er Webseiten wie Facebook oder sonstige Plattformen im Web besucht? Und mal Hand auf’s Herz: wer mag es wirklich, wenn mit seinen privaten Daten, wie zum Beispiel Telefonnummer und oder E-Mail-Adresse oder gar Name und Anschrift ungefragt gehandelt wird?

    Doch da gibt es ja auch noch den freien Messenger Signal, der sich nach eigenen Angaben durch Spenden finanziert.

    Der Developer verspricht auf seiner Website, dass der Messenger (Zitat): keine Werbung, kein Affiliate-Marketing und kein Tracking enthält. Du kannst dich ganz darauf konzentrieren, bedeutende Momente zu teilen mit Menschen, die dir etwas bedeuten.
    Und weiter: Fortschrittlichste Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (auf Basis des quelloffenen Signal Protocol) macht Deine Unterhaltungen sicher. Weder wir noch irgendjemand sonst können Deine Nachrichten lesen oder Deinen Telefonaten zuhören. Vertraulichkeit ist kein optionaler Modus — sie ist ausnahmslos in alle Funktionen von Signal integriert. Für jede Nachricht, jeden Anruf, jederzeit.

    Leider hat ein Wechsel von WhatsApp zu Signal jedoch einen Nachteil: Man kann die Chatdaten nicht einfach importieren. Doch wie dringend kann das schon sein (?) frage ich da. Und wer die Bilder, Videos und Audio-Nachrichten wirklich so dringend noch benötigt, kann sich diese bei der Deinstallation der WhatsApp ja als Backup (oder auch als Ausdruck – Wenn man weiß, wie das bei einem Mobilgerät funktioniert) hinterlegen lassen.
    Der Umstieg auf Signal ist übrigens in wenigen Sekunden getan. Die Installation (mit derzeit 25MB) ist schnell hinter sich gebracht und man kann sich einach nur mit der Rufnummer seines Mobilgerätes einen Account anlegen. Nun bekommt man einen Code per SMS zugesandt, den man in den Messenger eingibt, bzw. insofern der Messenger auf dem selben Endgerät installiert wurde, auf dem auch die SMS eingeht, wird diese automatisch übernommen (so zumindest war es bei mir). Anschließend kann man noch eine PIN festlegen, die man jedoch nicht zwingend für den Zugriff auf den Messenger benötigt, jedoch beim Löschen des Accounts benötigt wird. Danach hat man schon alles erledigt, um schließlich die erste Nachricht versenden zu können.
    In den Einstellungen kann man zwischen dem Systemstandard (dunkles oder helles) Design wählen und die Hintergrundfarbe der Chats im Allgemeinen auswählen und den Messener zum Beispiel als Standard-App für den Versand von SMS und MMS einstellen.

    Den Signal Messenger gibt es für folgende Betriebssysteme:
    • Android
    • iPhone & iPad
    • MS Windows (Geräte-Kopplung möglich/notwendig)
    • MacOS
    • Linux

    Für die Verschlüsselung von Nachrichten und Anrufen kommt das freie Signal-Protokoll zum Einsatz, welches von Sicherheitsexperten als sicher eingestuft wird.

    Herunterladen kann man sich den Messenger somit in den üblichen App-Stores, sowie unter www.signal.org. Leider ist er NICHT über den Microsoft Store erhältlich.

    Signal unterliegt übrigens der GNU GPL (General Public) Lizenz und ist damit eine FREIE Software.
    Den Quellcode findet man auf Github

    Hier noch ein kleines Tutorial per Video auf YouTube: