WhatsApp zu 225 Millionen € Strafe verdonnert

Die irische Datenschutz-Organisation DPC (Date Protection Commission) hat einem Bericht des irischen Radiosenders RTE zufolge die WhatsApp LLC zu der Rekordstrafe von 225 Millionen € verdonnert. Dies sei die höchste jemals von der DPC verhängte Strafe und die zweithöchste jemals nach EU-Datenschutzgesetzen verhängte Strafe.
Als Grund für diese Strafe wird angegeben, dass WhatsApp gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU verstoße, mit der Art und Weise, wie sie die Daten ihrer Nutzer an die Firmen weitergeben. Die DPC hatte untersucht, ob WhatsApp seinen Verpflichtungen aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hinsichtlich der Bereitstellung von Informationen und der Transparenz dieser Informationen sowohl für Nutzer als auch für Nichtnutzer der Dienste von WhatsApp nachgekommen sei. Dazu gehörte ebenfalls, festzustellen, ob es den Nutzern gegenüber eine Transparenz über die Bereitstellung derer Daten an die Firmen gegeben hätte. Nach Abschluss seiner Untersuchung hatte die DPC im Dezember 2020 seinen Entscheidungsentwurf gemäß der DSGVO an andere europäische Datenschutzbehörden zur Prüfung übermittelt. Acht von etwa 40 dieser Behörden waren jedoch mit den Schlussfolgerungen des Entwurfs nicht einverstanden, einschließlich der von der DPC vorgeschlagenen Geldbuße von bis zu 50 Millionen Euro.

Da sich die DPC jedoch nicht mit den anderen Aufsichtsbehörden über das weitere Vorgehen einigen konnte, wurde der Fall Anfang des Sommers 2021 an den Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) verwiesen, der Ende Juli seine verbindliche Entscheidung getroffen hat, welche die DPC jetzt durchsetzte.

Neben der Verhängung einer Geldbuße hat das DPC auch einen Verweis sowie eine Anordnung an WhatsApp verhängt, die Verarbeitung der Nutzerdaten durch eine Reihe festgelegter Abhilfemaßnahmen in Einklang mit der DSGVO zu bringen.

WhatsApp LLC hat bereits angekündigt, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen. Man akzeptiere die Höhe der Geldbuße nicht, hieß es von Seiten WhatsApp LLC. Eine solche Berufung könne man entweder beim irischen High Court oder direkt beim Europäischen Gerichtshof eingelegt werden und würde sich wahrscheinlich auf die Höhe der Geldbuße konzentrieren.


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